Dienstag, 9. März 2004

Wieder da: Checkliste zur Auswahl eines Immobilienverwalters

Immobilienverwalter auf dem Prüfstand

München, 09. März 2010. Wieder da: Immobilienverwalter auf dem Prüfstand - Checkliste zur Auswahl eines Immobilienverwalters

Die aktualisierte Checkliste von Haus & Grund Bayern und VDIV gibt praxisnahe Auswahlhilfen für Eigentümer und Verwaltungsbeirat

Wie finden Wohnungseigentümer den passenden Verwalter für ihr Immobilien-Vermögen? Auf welche Punkte müssen sie besonders achten - vor allem weil die Berufsbezeichnung „Immobilienverwalter" nicht geschützt ist und weil keine Ausbildungsverordnung für diesen Beruf existiert? Wie erkennt man schnell und einfach, ob der Verwalter einen ordentlichen Betrieb führt oder ob er eine Zettelwirtschaft am Küchentisch betreibt? Welche Versicherungen sind nötig, damit Schäden nicht bei den Eigentümern hängen bleiben? Diese Fragen bewegen jeden Wohnungseigentümer. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach einer Hilfestellung bei der Verwalterwahl.
Diesen Service bieten der Haus & Grund Bayern, der Landesverband der bayerischen Haus-, Wohnungs- und Grundbesitzer und der Verband der Immobilienverwalter VDIV Bayern. Gemeinsam aktualisierten sie die begehrte Checkliste, die Eigentümern ihre Suche nach dem richtigen Verwalter erleichtert. Die Checkliste soll Interessenten helfen, nicht ausreichend qualifizierte Verwalter schnell und rechtzeitig zu erkennen.

Verwaltung ist Vertrauenssache
Immobilienverwaltung ist Vertrauenssache. Es geht jeden Monat nicht nur um hohe Summen, die abgerechnet und bewegt werden müssen, es geht auch um enorme Vermögenswerte, die bewahrt werden müssen. Dementsprechend groß ist die Verantwortung, die auf diesem Berufsstand lastet. Trotzdem ist die Verwaltertätigkeit kein Ausbildungsberuf wie andere, Aus- und Fortbildung sind je-dem einzelnen Verwalter überlassen. Daher ist die Auswahl des geeigneten Verwalters von besonderer Bedeutung. Die neue Checkliste vom VDIV Bayern und Haus & Grund Bayern greift wichtige Kernfragen der Tätigkeit heraus und gibt Laien auf drei Seiten wichtige Hilfestellungen.

Übersichtliches Prüfverfahren
Die Checkliste ist in sechs Bereiche gegliedert, zu denen jeweils die für Eigentümer wichtigsten Prüfkriterien abgefragt werden: Auswahlverfahren, Vertragsgestaltung, kaufmännische Geschäftsführung, Finanz- und Vermögensverwaltung, technische Verwaltung und Vergütung. Darüber hinaus enthält die Checkliste zahlreiche Hinweise für die Eigentümer auf geltende Rechtslagen und einzuhaltende Vorschriften sowie wertvolle Tipps zur Vermögensverwaltung und die Warnung vor Billig-Anbietern.

 

 

 

 

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Einfach im Gebrauch
Die meisten Fragen der Checkliste können entweder mit einem Ja oder Nein abgehakt werden. Bei anderen Fragen werden Schulnoten von 1 bis 6 vergeben. Klar ist so, dass die Liste möglichst viele Ja-Kreuze und möglichst viele gute Zensuren enthalten sollte.

Qualitätsoffensive gegen Unwissenheit
Den Herausgebern dieser Checkliste, dem Haus-, Wohnungs- und Grundbesitzerverband Bayern und dem Verband der Immobilienverwalter Bayern VDIV, geht es mit diesem Verwalter-Check vor allem um die Qualitätssicherung für die Kunden, die Wohnungseigentümer. „Damit reagieren wir natürlich auch auf die in jüngster Vergangenheit verstärkte Anforderung an Fachwissen und Kompetenz. Gerade die Novellierung des Wohnungseigentumsgesetzes fordert den qualifizierten Verwalter. Das Haftungsrisiko ist klar gestiegen", sagt Walter Plank vom VDIV. Es dürfe nicht sein, dass ein ganzer Berufsstand durch einzelne Hobbyverwalter in Misskredit gerate, nur weil es keine Zugangsregeln gäbe. Und Dr. Ulrike Kirchhoff von Haus- & Grund Bayern meint: „Eigentümergemeinschaften geben wir damit ein wertvolles Instrument an die Hand, sich auch ohne besondere Sachkenntnisse ein erstes verlässliches Bild von dem künftigen Verwalter machen zu können." Eins freilich kann auch der neue Verwalter-Check nicht sein: eine hundertprozentige Absicherung gegen jegliche Unwägbarkeiten.